Inspiriert von bronzezeitlichen Logistikern

Roter Ochsenhautbarren

Ochsenhautbarren mit seltenen Mineralien

Ochsenhautbarren mit Spinnweben

Format je 50x70 cm, Mischtechnik, 2017

Ochsenhautbarren waren in der Spätbronzezeit im Mittelmeerraum weit verbreitet und bestanden überwiegend aus Kupfer. Sie dienten als Ladehilfsmittel für den Transport von Gegenständen, aber auch als Zahlungsmittel.

 

In der Ausstellung "Ada Tepe – Das älteste Goldbergwerk Europas" im Kunsthistorischen Museum in Wien haben mich dort gezeigte Ochsenhautbarren und ihre unterschiedliche Farbigkeit fasziniert. Nachträglich habe ich gelernt, dass es in Zypern und in einem ägyptischen Grab auch bildliche Darstellungen von Ochsenhautbarren gibt.

 

Inspiriert von Raffael

40x30 cm, Mischtechnik, 2017;
in Privatsammlung

Kurz vor einer Vision Ezechiels

Zu den bedeutendsten Werken Raffaels zählt das im Palazzo Pitti beheimatete und 2017 in der Wiener Albertina gezeigte Werk "Die Vision des Ezechiel". 

Raffaels Bild zeigt unüberbietbar den entscheidenden Augenblick des Geschehens.

Doch wie stellte sich die
Szene unmittelbar vor 
Eintreten der Vision dar?

Konzentrieren wir uns
nicht allzu oft auf ein 
bestimmtes Ereignis,
ohne Indizien für seinen 
Entstehungsprozess
wahrzunehmen?

 

 

Inspiriert von Jaques-Louis David

Napoleon auf dem Großen St. Bernhard

40x40 cm, Mischtechnik, 2020

Der Historienmaler Jaques-Louis David und seine Werkstatt haben zwischen 1800 und 1802 fünf Versionen eines Bildes geschaffen, das Napoleon auf einem sich aufbäumenden Pferd bei Überschreitung des Großen St. Bernhards zeigt. Sein rechter Arm weist nach vorne, in eine vermeintlich erfolgreiche Richtung.  Diese Bilder befinden sich u.a. in Versailles, im Belvedere in Wien und im Schloss Charlottenburg.

Heute wissen wir, dass der Feldzug für Napoleon langfristig nicht erfolgreich endete. Wenn man das weitgehend zufällig entstandene Bild interpretieren will: Während der Feldherr noch die vermeintlich richtige Richtung weist, lassen dunkle Schatten zukünftiges Unheil vermuten. Die Zerrissenheit des Reiters und des sich fast sträubenden Pferdes kann als Bezugnahme auf die kommenden Probleme gesehen werden.

 

Inspiriert von Moritz von Schwind

Kaiser Maximilian schwindelt

40x30 cm, Mischtechnik, 2019

Dem römisch-deutschen Kaiser Maximilian I, dem "letzten Ritter", wurde 2019 in Österreich besondere Aufmerksamkeit geschenkt, jährte sich doch sein Todestag zum 500. Mal.

 

Maximilian ging gerne auf Gämsenjagd. In die Legende eingegangen ist seine Jagd in der Tiroler Martinswand, die ihn an eine Stelle führte, wo er in der Felswand nicht mehr weiter konnte und den Tod vor Augen hatte. Die Bergrettung war damals noch nicht institutionalisiert und auch mit Handys konnte er keine Hilfe herbeirufen. So verbringt er mehrere Tage und Nächte in der Martinswand, zitternd und betend, von Angstattacken geschüttelt.

 

Diese Legende wurde in der Bildenden Kunst mehrmals aufgegriffen. Am Bekanntesten ist das um 1860 entstandene Bild Moritz von Schwinds, das sich im Oberen Belvedere in Wien befindet und die Szene aus der Sicht eines Beobachters schildert. Im September 2019 wurde dieses Bild im Belvedere als "Bild des Monats" präsentiert.

Wie aber hat sich die Situation aus Sicht Maximilians dargestellt? Vor ihm taten sich Abgründe auf, er ängstigte sich, er schwindelte, sieht alles nur mehr verschwommen. Ich versuchte, die Begebenheit durch die Augen Maximilians zu schildern. Offenbar befand er sich an einem anderen Ort als jenem, an dem ihn Moritz von Schwind später beobachtete. 

 

Der Titel des Bildes ist durchaus doppeldeutig zu verstehen: Die Geschichtsforschung weiß, dass es Maximilian mit der Wahrheit nicht immer sehr genau nahm. So ließ er fiktive Genealogien entwickeln, in denen eine Abstammungslinie der Habsburger konstruiert wurde, die bis zum trojanischen Helden Hektor zurückreicht.   

 

Inspiriert von Emil Nolde

In der Marschlandschaft Emil Noldes

Die farbenprächtigen expressionistischen Arbeiten Emil Noldes haben mich schon früh fasziniert und ich begegnete ihnen während meines langjährigen Aufenthalts in Kiel immer wieder, insbesondere in der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde nahe der dänischen Grenze.

Bei einem dieser Besuche erwarb ich eine Ansichtskarte, die ein als "Marschlandschaft" bezeichnetes Aquarell Emil Noldes wiedergibt. 

30x40 cm, Mischtechnik, 2017; in Privatsammlung

Der von Nolde gewählte Bildausschnitt entspricht in etwa den linken 3/4 meines sein Aquarell referenzierenden Ölbildes. Durch Erweiterung des Blickwinkels erscheint der Buchstabe N als Referenz an Emil Nolde und auch das E für Emil ist mit etwas gutem Willen zu entdecken.

Inspiriert von Kasimir Malewitsch

 

Kasimir Malewitsch blickt
auf den Ätna

Kasimir Malewitsch blickt auf "Berge in Flammen"

Format je 40x40 cm, Mischtechnik,2016

Das "Schwarze Quadrat" von Kasimir Malewitsch zählt zu den meist diskutierten Bildern des 20. Jahrhunderts. Die beiden gezeigten Bilder greifen das Thema auf, ergänzen es aber um Details, die erst bei näherer Betrachtung sichtbar werden.

 

Das Bild links zeigt eine Situation, die auf Alicudi, einer Liparischen Insel, eingetreten sein könnte. Die Dunkelheit auf der abgelegenen Insel, die des Meeres und des Himmels wird durch den Ausbruch des Ätnas nur wenig erhellt.

Etwas mehr Helligkeit lassen die bengalischen Feuer und die Fackeln der Bergführer, die am Sommerfest in Altaussee (mit dem Titel "Berge in Flammen") die Loserwand beleuchten, sowie das Boot im Altausseer See am rechten Bild entstehen.

 

Inspiriert von Alberto Giacometti

Alberto Giacomettis Katze sucht das Weite

50x70 cm, Mischtechnik, 2016; in Privatsammlung

Hund und Katz

30x60 cm, Öl, 2018

Schiele, Giacometti und Malewitsch treffen einander
im Kunstkeller

30x40 cm, Mischtechnik, 2016

Alberto Giacomettis Arbeiten gehören zu den unverkennbaren Plastiken des
20. Jahrhunderts. Zu den berühmtesten zählt das 1951 entstandene Werk
"Le Chat". Alle drei gezeigten Arbeiten greifen dieses Sujet auf:

Im ersten Bild macht die Katze einen Abendspaziergang. Im mittleren
Bild trifft "Le Chat" auf den ebenfalls abstrahierten Hund von Keith Haring; wie häufig bei Haring bellt dieser und strahlt Aggressivität aus, die sogar aus der Farbe der Striche deutlich wird. 

 

Die dritte Darstellung phantasiert, Egon Schiele, Kasimir Malewitsch und Alberto Giacometti hätten sich in einem Kunstkeller getroffen und dort Ideen zu späteren Meisterwerken skizziert. 

 

Und hier ein Blick auf das Original: 

 

Inspiriert von Johannes Itten

80x60 cm, Mischtechnik, 2016

Mit Johannes Itten am Strand

Johannes Itten ist außerhalb der Schweiz leider zu wenig bekannt.
Itten war lehrender Meister am
Bauhaus und hat wesentliche Beiträge zur Farbenlehre geleistet. Das Kunstmuseum Bern und der Gropius-Bau in Berlin stellten Arbeiten von Johannes Itten und Paul Klee in großen Ausstellungen 2012 und 2013 mit dem Untertitel "Gegenseitige Inspiration" gegenüber.  

Die in Ittens Werk "Am Strand" dargestellte Zerrissenheit einiger Bereiche konnte mit Hilfe von experimentellen Malmitteln und Techniken zitiert werden.

 

Inspiriert von Hermann Nitsch und Jakob Gasteiger

Das österreichische Wirtschaftsmagazin trend
veröffentlicht jährlich ein Ranking der erfolgreichsten lebenden österreichischen Künstler. Im Jahr 2017 nahmen Hermann Nitsch Rang 1 und Jakob Gasteiger Rang 38 ein. Die Arbeiten beider Künstler besitzen hohen Wiedererkennungswert.

Für viele von uns sind die Originale dieser Künstler unerschwinglich und/oder es fehlt der Platz, zwei neue Bilder zu hängen. Beide Probleme löst das vorliegende Werk, welche Arbeiten der beiden Künstler referenziert und eine platzsparende Synthese vornimmt.

Hermann Nitsch trifft Jakob Gasteiger 

70x50 cm, Mischtechnik, 2018

 

Inspiriert von Anselm Kiefer

Anselm Kiefer an der Donau

2016 wurden von Anselm Kiefer in einer großen und großartigen Ausstellung in der Albertina mehr als 30 Holzschnitte gezeigt, die sich vor allem mit dem viele seiner Arbeiten prägenden Thema des Rheins beschäftigen.

 

Angeregt durch den 1993 entstandenen Holzschnitt "Der Rhein" habe ich dieses Motiv mit anderen Malmitteln (Öl und Bitumen) aufgegriffen, an die Donau transferiert und ortsspezifisch um Kahlenberg und Leopoldsberg ergänzt.

60x60 cm, Mischtechnik, 2016

 

Inspiriert von Franz West

Zu Gast bei Franz West und Tamuna Sirbiladze

F. West / T. Sirbiladze: Moonlight
Foto: Andrea Pickl

50x70 cm, Mischtechnik, 2017

Um den Jahreswechsel 2016/2017 zeigte das 21er Haus in Wien die Ausstellung Franz West.Artistclub. Für diese Ausstellung wurde eine 2001 enstandene Installation 
rekonstruiert, die Franz West gemeinsam mit seiner Gattin Tamuna Sirbiladze gestaltet und ganz harmlos als "Moonlight" bezeichnet hat.

 

Franz Wests Arbeiten hatten sehr oft ironische Züge. So zeigt näheres Hin­sehen die Ähnlichkeit zwischen Raumausstattung und der sich bloß durch die Bildrahmen unterscheidenden Kunst, was den Kunstgeschmack der Sammler hinterfragt. 

 

Im Rahmen der externen Ausstellung der Wiener Kunsthalle "In Between. Besuch der Franz West Bibliothek" war dieses Bild vom November 2017 bis Januar 2018 im ehemaligen Atelier Franz Wests und Tamuna Sirbiladzes zu sehen.

 

Inspiriert von Roberto Almagno

Schatten unter Robert Almagnos Biegungen

30x30 cm, Öl,2017; in Privatsammlung

Roberto Almagno hat 2017 in der Galerie Frey in Wien fragile Holzskulpturen ausgestellt, die den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Bei geeigneter Beleuchtung ergänzen Schatten die fast unwirklichen Formen der Skulpturen.

 

Die wunderbar verbogenen Skulpturen haben mich angeregt, ihre Formen und die dabei entstehenden Schatten auf zwei Dimensionen zu projizieren.

 

Und angesichts der innenpolitischen Entwicklung in Österreich bot sich die Farbwahl an: Da Schatten schwarz sind, kam angesichts der Umfärbung der ÖVP für die kühnen Biegungen insbesondere die Farbe Türkis in Betracht.

©2019, 2020  
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