Oh, What a Colorful World ! 

60x80 cm, Mischtechnik, 2018/2019

Kunststoffe sind für unseren Lebensstil unverzichtbar. Nach wie vor landen viel Abfall und damit auch viele Kunststoffe im Meer. Davon ist insbesondere der Pazifik betroffen, wo sich eine ungeheure Menge an Plastikmüll zwischen Kalifornien und Asien angesammelt hat. Er wird als Great Pacific Garbage Patch bezeichnet.

 

Die wunderschön farbige Welt ist künstlich aus vielfarbigen Mikroplastikteilen entstanden. Wir alle haben zu dieser Farbigkeit unseren Beitrag geleistet!

Die Mikroplastikteile stellen eine Gefahr für Mensch und Tier dar. Die Verweigerung und das Verbot von "Plastiksackerln" können nur erste Schritte in der Problemlösung sein.

Das Bild wurde 2019 bei der Ausstellung ART&ARTBusiness im Kunstraum der Ringstrassengalerien in Wien gezeigt.

 
The Great Pacific Garbage Patch 
60x80x4cm, Collage, Öl, 2018

Nespresso bietet schmackhaften Kaffee in kleinen Verpackungseinheiten. Die Kaffeeliebhaber können die Kapseln zum Recycling bringen. Doch Nestle veröffentlicht keine belastbaren Zahlen darüber, wie viele Prozent der Kapseln recycelt werden und wie effektiv dieser Prozess abläuft.

Die Nespresso-Kapseln sind sicher nicht das größte Müllproblem im Great Pacific Garbage Patch und zudem nicht aus Kunststoff, sondern aus Aluminium. Aber nicht jeder Garbage besteht aus Plastics. In dieser Collage stehen die Kapseln als Symbole für die Folgen eines bequemen, angenehmen, unbedachten Konsumentenverhaltens.

 

Coca-Cola schafft Arbeitsplätze

50x70 cm, auf Holz, Mischtechnik, 2019

Vor rund 50 Jahren ersetzte Coca-Cola in den USA Glasflaschen (weitgehend) durch Plastikflaschen. Damals war man sich der Bedeutung des Plastikmülls nicht bewusst.

In Tansania ist Coca-Cola als Getränk überaus beliebt. Dort ersetzt Coca-Cola erst seit 2013 kontinuierlich die Glasflaschen durch Kunststoffflaschen, obwohl die Probleme mit dem Plastikmüll mittlerweile sehr bekannt sind. Die Plastikflaschenberge wachsen auf Müllkippen ins Unermessliche. Sie sind mit Holztreppen erschlossen, auf denen Arbeiter neu eingelangte Plastikflaschen hinauftragen.

 

Das ZDF hat im Frühjahr 2019 einen eindrucksvollen Dokumentarfilm zu diesem Thema gesendet.

Aber auch in Europa trägt Coca-Cola vehement zur Entstehung von Plastikmüll bei. Am 28.01.2020 protestierten rund 30 Greenpeace-AktivistInnen vor dem österreichischen Coca-Cola-Werk im Burgenland gegen den enormen Einsatz von Wegwerfplastik. Die UmweltschützerInnen installierten an der Fassade des Werks eine Rohrleitung, aus der symbolisch tausende Coca-Cola-Plastikflaschen aus dem Werk strömten. Greenpeace fordert, dass Coca-Cola seinen Verpackungsmüll drastisch reduziert und im Einzelhandel auf ein Mehrwegsystem umsteigt.

 

Oh, What a Colorful Architecture !

50x100 cm, Öl, 2019

Diese Kunststoffabfälle wurden gepresst und landeten nicht im Meer.

Wie wird ihr weiteres Schicksal aussehen? Wir können auf Recycling hoffen.

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